19.03.2010
Fußballerinnen im Halbfinale

Die Fußballerinnen des deutschen Meisters 1. FFC Turbine Potsdam haben in der Champions League im Viertelfinal-Rückspiel beim norwegischen Titelträger Røa IL Oslo ihre Pflichtaufgabe auf Kunstrasen souverän gelöst und nach dem 5:0-Erfolg im Hinspiel mit einem erneuten 5:0 (1:0) die Vorschlussrunde erreicht.
Dort trifft die Mannschaft von Bernd Schröder am 10./11. und 17./18. April in einem deutsch-deutschen Duell auf den Cup-Verteidiger FCR Duisburg. Die genauen Termine werden in den nächsten Tagen mit der Uefa, den Halbfinalisten und den Fernsehanstalten, die die Partien möglicherweise übertragen wollen, ausgehandelt. „Das Ergebnis täuscht ein wenig. Oslo hat von der ersten bis zur letzen Minute gegengehalten. Allerdings haben wir in den richtigen Momenten die wichtigen Tore geschossen“, sagte Turbine-Trainer Bernd Schröder. Seine Kollege Geir Nordby von Røa Oslo meinte: „Wir waren heute ein wenig besser als beim Hinspiel, aber erneut chancenlos.“ Vor der spärlichen Kulisse von 285 Zuschauern im Stadion Røabanen legten die Potsdamerinnen, bei denen diesmal die 17-jährige Anna-Felicitas Sarholz das Tor hütete und die Japanerin Yuki Nagasato für Nadine Keßler ins Mittelfeld rückte, zunächst ihr Augenmerk darauf, dass der Kontrahent nicht vors Turbine-Tor kam. Dies gelang. Auf der anderen Seite sorgten die Gäste immer wieder für Gefahr. Und nach einer schönen Stafette über Stefanie Draws und Lira Bajramaj konnte Anja Mittag in der 30. Minute aus sechs Metern zur 1:0-Führung einnetzen.
In der zweiten Hälfte hebelten die Potsdamerinnen die Abwehr der Gastgeber endgültig auseinander. Bajramaj (56.) nach uneigennütziger Vorarbeit von Jennifer Zietz und erneut Mittag (63.) nach Zuspiel von Bajramaj erhöhten schnell auf 3:0. Turbine-Trainer Schröder nahm die Torschützinnen vom Feld und gab den jungen Spielerinnen Tabea Kemme und Marie-Louise Bagehorn eine Einsatzchance. Turbine dominierte weiter: Nagasato traf mit schönem Schuss von der Strafraumgrenze zum 4:0 (73.). Neun Minuten später sorgte die spielstarke Jessica Wich nach Vorlage von Nagasato für den 5:0-Endstand.
„Wir sind auf jeden Fall zufrieden. Wir haben heute vielleicht nicht unser bestes Spiel gemacht, aber wir haben deutlich gewonnen. Das zählt. Es war ein schöner Ausflug nach Oslo“, sagte Doppel-Torschützin Mittag. Dies fand auch Torhüterin Sarholz, die bei den wenigen Chancen der Gastgeber auf der Hut war und mit zwei, drei guten Paraden ein Gegentor verhinderte. „Das gibt auf jeden Fall Selbstvertrauen“, freute sie sich.

(MAZ)