26.03.2010

Cottbuser Levy gewinnt Gold im Teamsprint – Kluge auf Platz acht
Maximilian Levy hat am ersten Tag der Bahn-Weltmeisterschaft in Kopenhagen seinen zweiten Weltmeistertitel gewonnen. Nach Gold im Vorjahr im Keirin siegte der Cottbuser am Mittwoch zusammen mit Robert Förstemann (Gera) und Stefan Nimke (Schwerin) im Teamsprint.
Das deutsche Trio lag im Finale in 43,433 Sek. hauchdünn vor Frankreich mit Gregory Bauge, Kevin Sireau und Mickael D'Almeida (43,453). Zuletzt hatte Deutschland 2003 bei der WM in Stuttgart den Teamsprint gewonnen. „Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Mit der Zeit hatte ich nicht gerechnet“, sagte Bundestrainer Detlef Uibel (Illmersdorf) nach dem neuen deutschen Rekord. Platz drei belegte Olympiasieger Großbritannien (43,590 Sek.). „Die Medaille ist fast noch überraschender als im Vorjahr Gold im Keirin“, freute sich Levy, der eine starke Vorstellung auf Position zwei gab. Für Uibel mit einer der Schlüssel für den Erfolg: „Der Wechsel war im Finale viel besser, der Lauf insgesamt harmonischer.“
Kluge fehlte die Kraft
Roger Kluge aus Cottbus hat dagegen die erhoffte Medaille im Punktefahren verpasst. Der 24-Jährige belegte in der Ballerup-Super Arena Platz acht. Den Sieg sicherte sich nach einer eindrucksvollen Demonstration seiner Stärke Titelverteidiger Cameron Meyer aus Australien mit 70 Punkten. Platz zwei ging an Peter Schep (Niederlande/33), Dritter wurde Milan Kadlec (Tschechien/27). Kluge kam auf 13 Punkte. Der Milram-Profi legte los wie die Feuerwehr, sicherte sich die ersten beiden Sprintwertungen. Zur Halbzeit lag er mit 13 Punkten aussichtsreich an zweiter Stelle hinter dem Australier Cameron Meyer (16). Kurz darauf verpasste er aber den Anschluss an eine Vierer-Gruppe um Meyer, die einen Rundengewinn herausfuhr. 28 Runden vor Schluss setzte der Olympia-Zweite von 2008 zu einem verzweifelten Fluchtversuch an, der erfolglos blieb. „Ich hatte nicht genug Kraft, um bis zum Ende vorn mitzufahren. Natürlich bin ich nicht zufrieden“, sagte Kluge. „2008 hatte ich das Händchen, die richtige Gruppe zu erwischen – diesmal nicht. Das kommt wieder.“

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