14.04.2010
Paralympics-Zweite Herrmann will 2011 eine WM-Medaille Nach zwei erfolgreichen Jahren auf sportlichem als auch schulischem Terrain nimmt Frances Herrmann, die Paralympics-Silbermedaillengewinnerin im Diskuswerfen von Peking, jetzt einen weiteren sportlichen Höhepunkt ins Visier. Die 20-Jährige vom LC Cottbus will bei den IPC-Weltmeisterschaften in den paralympischen Leichtathletik-Disziplinen vom 22. 14.04.2010 bis 31. Januar 2011 in Neuseeland eine weitere Medaille gewinnen.
„Frances Wettkampf-Saisonauftaktleistungen Anfang März in Halle bei den deutschen Hallenmeisterschaften stimmen uns optimistisch“, sagte Trainer Ralf Paulo. Die Studentin der Fachrichtung Soziale Arbeit an der Hochschule Lausitz in Cottbus erkämpfte sich im Kugelstoßen (Kugel 3 kg) mit 7,42 Meter und im Diskuswerden (Diskus 1 kg) mit 19,94 Meter jeweils den Vize-Meistertitel. Einen Wehmutstropfen musste das erfolgreiche Athleten-Trainergespann allerdings schon vor Beginn der diesjährigen Wettkampfsaison schlucken. Frances „Paradedisziplin“, das Diskuswerfen, wurde in der Paralympics-Disziplinliste gestrichen und gehört somit auch nicht mehr zu den Wettkampfdisziplinen bei internationalen Leichtathletik-Wettkämpfen im Behindertensport. Bei Landes- und deutschen Meisterschaften ist das Diskuswerfen dagegen weiterhin im Programm.
Herrmann will sich für die Zukunft deshalb auf das Kugelstoßen konzentrieren. Somit kommen auf die Cottbuserin einige Kraft-Trainingseinheiten mehr als bisher hinzu, um die drei Kilogramm schwere Kugel auf die vom Veranstalter geforderte Teilnehmer-Norm von 7,79 Meter zu stoßen.