06.07.2010
Eileen Friedrich erkämpft Bronzemedaille
Jubelstimmung im Team der DRB-Juniorinnen. Bei den Junioren-Europameisterschaften der Ringerinnen in Samokov (Bulgarien) konnten die jungen Damen Silber und Bronze erkämpfen.
Großen Anteil am erfolgreichen Abschneiden hatte auch die Frankfurterin Eileen Friedrich (51 kg/RSV Hansa). Ihr gelang gleich im ersten Juniorenjahr den Sprung auf den Bronzeplatz.Zum Auftakt traf die Oderstädterin gleich auf die EM-erfahrene Irina Arkhipova (Russland). Doch Eileen war auf dem Punkt fit, konzentriert und kämpfte sich in souveräner Manier einen klaren Sieg. Auch die Litauerin Sima Ziogaite ihr nicht das Wasser reichen. Eileen siegte noch vor Ablauf Kampfzeit. Doch dann riss der Faden bei ihr, sie unterlag im Halbfinale der späteren Siegerin Alexandra Munteanu in zwei Runden (0:1, 0:4). „Das war einfach Pech. In der ersten Runde wurde sie nach einem verpatzten Kopfhüftwurf ausgekontert. In Runde zwei lief sie in einen Achselwurf ihrer Kontrahentin und gab einen weiteren Punkt ab, als sie alles auf eine Karte setzte“, wäre aus Sicht von Bundestrainer Jörg Helmdach sogar eine Finalteilnahme der Frankfurterin möglich gewesen.
Mit Wut im Bauch ging es ins Eileen ins kleine Finale, wo sie gegen Marta Iadeluca (Italien) den ersten Durchgang mit 7:3 gewann. Die zweite Runde ging verloren (3:3), doch danach machte der Schützling von Trainer Michael Kothe alles klar und holte sich mit einem souveränen 6:0 die Bronzemedaille.
Maria Selmaier (67 kg/TuS Jena) setzte mit Silber noch einen drauf. Die Thüringerin packte ihre Chance beim Schopfe und kämpfte sich bis ins Finale. Zum Auftakt bezwang sie die Türkin Kiymet Mocyigit mit 2:1. „Dabei begann Maria Selmaier sehr nervös, agierte halbherzig und lief gar in einen Konter, der ihr die erste Runde kostete“, analysierte Bundestrainer Jörg Helmdach. Doch mit zunehmenden Kampfverlauf wurde Maria sicherer und entschied die beiden Folgerunden mit gelungenen Beinangriffen noch zu ihren Gunsten.

Für das zweite Duell hatte sie ein schweres Los mit der starken Rumänin Beatrice Oancea erwischt. Auch diesmal unterlag Maria in Runde eins nach einem Beinangriff. Doch im zweiten Durchgang drückte sie es besser und krachte Oancea nach einem Beinangriff auf beide Schultern.

Im Halbfinale traf Selmaier auf die Russin Inna Viacheslavovna Trajoukova und trumpfte groß auf. Gleich in der ersten Runde schulterte sie die Russin und stand im Finale. Im Kampf um den EM-Titel wurde sie Opfer ihrer eigenen Nerven, unterlag Maria Selmaier der starken Ukrainerin Alina Makhynia in zwei Runden (0:2, 2:6). „Die Ukrainerin hatte sich gut auf die Beinangriffe von Maria eingestellt und immer wieder erfolgreich gekontert“, resümierte Bundestrainer und stimmte nach kurzem Durchatmen in den Jubel mit ein. „Silber und Bronze gleich am ersten Tag ist natürlich ein Auftakt nach Maß“, lobt Helmdach, der mit Aline Focken (83 kg/Krefeld), Jaqueline Schellin (48 kg/Mühlacker), und Sabrina Axenbeck (55 kg/Unterföhring) noch weitere heiße Eisen im EM-Feuer von Samokov hat.

(MOZ)