19.07.2010
Ringen / Griechisch-Römisch-Spezialisten sahnen WM-Medaillen ab
Deutsche Griechisch-Römisch-Riege verbreitet in Budapest (HUN) bronzenen GlanzRunge(im Bild rechts) und Popp holten am zweiten Wettkampftag der Junioren-WM zwei weitere Bronzemedaillen auf das Konto des Deutschen Ringer- Bundes
Budapest – Oliver Runge (55 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) und Eduard Popp (120 kg/VfL Neckargartach) stockten mit jeweils Bronze das Konto des Deutschen Ringer- Bundes bei der Junioren-WM in Budapest am zweiten Wettkampftag auf drei Medaillen auf.
Bis zum Halbfinale gab es am 2. Wettkampftag der Junioren-Weltmeisterschaften in Budapest einen Siegeszug der deutschen Ringer von insgesamt 8 Siegen in Folge. Oliver Runge (55 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) und Eduard Popp (120 kg/VfL Neckargartach) legten bis zum Halbfinale alle Gegner sprichwörtlich aufs Kreuz und konnten erst kurz vor dem Einzug ins Finale gestoppt werden, Timo Badusch (66 kg/KSV Köllerbach) hielt bis zum Viertelfinale siegreich mit.
Oliver Runge bezwang in seinem Auftaktkampf den Polen Michal Tracz in 2:1 Runden (0:1, 1:0, 1:0) und warf im Viertelfinale den Chinesen Shenwei Zhou aus dem Rennen. Der Chinese hatte vorher den frischgebackenen Europameister Kiraz Kursat (Türkei) bezwungen, was die Leistung des Deutschen zusätzlich unterstreicht. Im Halbfinale führte Oliver Runge zweimal gegen Gasim Mahammadov doch der Aserbaidschaner konterte und zog seinerseits mit einem 2:0-Erfolg (2:1, 3:3) ins Finale ein. Mit Wut im Bauch und einer taktischen Meisterleistung sicherte sich Oliver Runge im sogenannten 'kleinen Finale' gegen Dmytro Tsymbaliuk die Bronzemedaille. „Das war einfach Super, wie Oliver Runge heute hier aufgetreten ist“, lobte Nachwuchs-Bundestrainer Jannis Zamanduridis seinen Schützling, den er seit mehreren Jahren ins DRB-Team eingebunden hat.

Eine WM-Medaille war das Ziel, drei Mal Bronze sammelte die deutsche Greco-Mannschaft allein an den ersten beiden Wettkampftagen, der Deutsche Ringer- Bund ist damit bei den Junioren erneut im Kreis der Ringernationen wie Russland, Aserbaidschan und Iran zu finden.

„Was unsere Griechisch-Römisch-Spezialisten hier in Budapest geleistet haben, war einfach Spitze, wir haben erneut unterstrichen, dass wir zur Weltspitze gehören“, jubelte der mitgereiste DRB-Präsident Manfred Werner, nachdem die DRB-Ringer bis zu den Halbfinals 8 Siege in Folge hingelegt hatten.

(Jörg Richter/Freier Journalist)